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Therapie2018-09-19T16:34:26+00:00

Wir als Mensch

Entwicklungs- & Bindungstrauma

Für unsere Psyche stellt Bindung einen überlebenswichtigen Anker dar. Bindung wirkt stärkend, ermutigend, belebend und beruhigend menschlich auf uns. Entsteht eine liebevolle, auf einander abgestimmte Bindung und Kommunikation, lernen wir uns selbst zu regulieren und haben eine gesunde Entwicklung. Durften wir eine sichere Bindung erfahren, haben wir die wunderbare Möglichkeit entspannt, mit Neugier und Freude, Beziehungsfähig und dem Gefühl „Die Welt ist sicher“ im Leben zu stehen.

Und was ist, wenn wir nicht so einen Anfang hatten?

Das Wort Trauma kommt aus dem Griechischen und bedeutet Wunde. So ist es möglich, dass wir Wunden aus unserer Entwicklung bekommen können. Es müssen nicht die großen schlimmen Dinge sein, wie Krieg, Naturkatastrophen oder Gewalt. Es ist schon ausreichend, wenn sich unsere Bindungsperson nicht auf uns einstellen konnte, große Ängste hatte, dem Dogma: “Man muss Kinder auch mal schreien lassen.“ nachging, wir nicht gesehen wurden, dauerhafte Ablehnung durch Blicke oder Bemerkungen oder Bindungsunterbrechung durch Krankenhausaufenthalte erlebt haben. Im Entwicklungstrauma sind es die kleinen feinstofflichen zwischenmenschlichen Ebenen, welche gravierende Folgen auf unsere Entwicklung und unser Leben nehmen können.

 

Die Schwangerschaft, Geburt und die Ersten wichtigen drei Jahre unseres Lebens und die darin liegenden Erlebnisse befinden sich im vorsprachlichen Raum. Sie sind für uns also schwer zugänglich und nachzuempfinden, denn im Normalfall beginnt unser biographisches Gedächtnis ab dem 3. Lebensjahr. Dadurch nehmen wir auch nur Erlebnisse als Wirklichkeit, an welche wir uns erinnern können. Aus diesem Grund bekommen wir auch kein Gefühl oder eine Verbindung in diese vorsprachliche Zeit. So bleibt uns nur dahinzuschauen wo wir stehen im Hier und Jetzt. Wie nehmen wir uns heute wahr und welche Haltung haben wir uns gegenüber?
Können wir keine Lebendigkeit, Freude und Neugier empfinden? Fühlen wir uns in uns verschlossen?  Der Blick auf unser heutiges Leben, unsere Freundschaften und unsere Beziehungsfähigkeit.

 

Was ist ein Schocktrauma?

Ein Schocktrauma ist ein einmaliges, überwältigendes und singuläres Ereignis. Es wirkt zu viel, zu schnell und zu plötzlich. Dies kann zum Beispiel ein Unfall, eine Operation, eine Trennung, aber auch eine Geburt sein. Haben wir als Mensch nicht genügend Verarbeitungsmechanismen, sei es in Form von Gemeinschaft oder anderen Ressourcen wie Familie, eine liebevolle Partnerschaft oder Freunde, bleibt dieses Ereignis für uns unverarbeitet präsent. Es kann Ohnmacht, Hilflosigkeit und ein wie „im Nebel sein“ auslösen. Der Alltag gestaltet sich oft als kaum bewältigbar, wodurch ein nur Funktionieren etabliert wird. In Funktion zurückgezogen vom eigentlichen Strand des Lebens. Wie eine Schildkröte ihren Kopf in den Panzer zieht. Dort ist sie geschützt und dennoch eingeengt, bewegungslos, abgeschnitten vom Rest des Seins. Ein Schocktrauma kann über eine längere Zeit ein Teil unserer Persönlichkeit werden. Bei einem Schocktrauma, wie auch bei einem Entwicklungs- und Bindungstrauma, erleben wir eine tiefe Erschütterung und Trennung in uns selbst.

Erkennen Sie sich an einem Punkt wieder?
Möchten Sie Ihr Leben weg von den begrenzten Ufern eines Flusses, eher in Richtung offenes Meer erleben und fühlen? Lebendigkeit, Freude, Ihrem Richtigsein, Kontakt, Verbindung und Beziehung sollen Raum in Ihrem Leben finden?
Dann sind Sie bei mir richtig. Vereinbaren Sie einen Termin als ersten Schritt.

Meine Arbeitsweise

Das Fundament meiner Arbeit steht auf Somatische Emotionale Integration® (SEI®) nach Dami Charf, einer bindungs- und körperorientierten Form der Psychotherapie.
Unser Körper sendet uns wichtige Signale die uns helfen, unsere Gefühle und Emotionen zu verstehen.
Wo viele Therapien hauptsächlich über den Kopf nach Veränderungen und Lösungen suchen, bezieht SEI® den Körper mit ein und die Beziehung zwischen Klient und Therapeut bekommt eine zentrale Bedeutung. Über Körperempfindungen wird die Gefahr einer Überflutung von Gefühlen und Emotionen gelenkt. Eine bewusstere Wahrnehmung unseres Körpers und unserer Emotionen lässt uns im Hier und Jetzt klarer und ruhiger agieren.
Descartes sagt: „Ich denke, also bin ich.“ Es müsste wohl eher lauten: “Ich fühle, also bin ich.“
SEI® setzt ebenfalls an den Grundpfeilern unseres Seins an – Selbstregulierung und Kontaktfähigkeit.
Selbstregulierung erlernen wir in unseren ersten drei Lebensjahren. Wie gut unsere Selbstregulation ausgebildet ist, hängt von unseren Bezugspersonen ab und davon, in wie weit sie sich auf uns einstellen und einlassen konnten um einen guten Boden für Bindung und Kontakt zu bereiten.
Selbstregulierung ist eine essentielle Fähigkeit uns in uns wohl zu fühlen, uns bei Stress regulieren zu können, Erregung und Emotionen steuern zu können, uns zu entspannen, Lebensfreude zu empfinden und Nähe und Kontakt als nahrhaft zu spüren.
Können wir uns nicht gut regulieren, fallen wir in eine passive Rolle in unserem Leben. Aktion wird hauptsächlich durch Reaktion abgelöst, wodurch wir uns fremdbestimmt fühlen und sich Unzufriedenheit und Frust ihr Spielfeld suchen.

Ich möchte Sie unterstützen auf behutsame Weise in Ihrem Tempo durch Herz und Wertschätzung, aber auch ein Quäntchen Humor, Ihre Kraft unter Ihrem Schutzpanzer wiederzufinden und der Weisheit Ihres Körpers zu lauschen um bei sich ankommen zu können. Durch Kontakt neue Erfahrungen zu sammeln, Freude und Lebendigkeit wiederzuentdecken.
Und wie meine überaus geschätzte Ausbilderin und  liebe Freundin Dami Charf zu sagen pflegt:

“Auf das Ihr Himmel blauer wird.“

„Jemand hat einmal gesagt: Die Hand ist die Verlängerung des Herzens.“

Über dieses Kontaktformular können Sie mir gerne eine Nachricht zukommen lassen